Den Eröffnungstanz richtig planen: Tipps vom Hochzeits-DJ
Der Eröffnungstanz ist der Moment, in dem alle Augen auf euch liegen. Mit etwas Vorbereitung wird er entspannt und schön. Hier das, was ich bei über 700 Hochzeiten gelernt habe.
Von Marco Hilse · 9. Oktober 2026
Der Song: früh festlegen und vorher anhören
Sucht euch den Song früh aus, am besten schon beim Vorgespräch. Hört ihn euch dann ein paar Mal in Ruhe an, so wie er wirklich klingt: Ist der Anfang ruhig genug? Wie laut wird es im Refrain? Wann kommt die erste Strophe?
Ein Lied, das im Radio schön klingt, kann als Tanzstück ganz anders wirken. Manche Songs haben ein langes Intro, andere kommen sofort zur Sache. Das solltet ihr wissen, bevor ihr im Saal steht.
Schickt mir den Titel rechtzeitig. Ich prüfe die Version, schaue, ob es eine Radio- oder Albumfassung gibt, und baue den Song so in den Ablauf ein, dass er zum Moment passt.
Nicht zu lang: 2 bis 3 Minuten reichen
Die meisten Songs dauern vier Minuten oder mehr. Für einen Eröffnungstanz ist das oft zu lang. Zwei bis drei Minuten reichen völlig, danach öffnet sich die Tanzfläche für die Gäste.
Ich schneide den Song dafür passend. Meistens entfernt man einen Mittelteil oder blendet früher aus, ohne dass es auffällt. Wichtig ist, dass ihr das Ende vorher gehört habt, damit es euch nicht überrascht.
Kein Zwang zur Choreo
Viele Paare denken, sie müssten einen einstudierten Tanz zeigen. Müsst ihr nicht. Ein Eröffnungstanz darf locker sein, ein paar Schritte, eine Drehung, Arm in Arm. Die Gäste sehen nicht, ob ein Schritt „falsch“ war. Sie sehen, ob ihr euch wohlfühlt.
Wenn ihr gern eine Choreo möchtet, ist das natürlich auch schön. Dann sollte der Song aber früh feststehen, damit ihr üben könnt. Wer keine Lust hat, tanzt einfach so, wie es sich gut anfühlt.
Ablauf und Licht vorher klären
Am Hochzeitstag sollte keine Frage mehr offen sein: Wann kommt das Paar in den Saal? Wer sagt es an? Wo stellt ihr euch hin, wenn die Musik startet? Wohin gehen die Gäste, damit Platz auf der Tanzfläche ist?
Auch das Licht gehört dazu. Ich stimme es auf den Moment ab: ruhig, warm, ohne dass euch jemand blendet. Auf Wunsch gibt es den Bodennebel „Tanz auf Wolken“, bei dem ihr auf einer Nebeldecke tanzt. Ob das in eurem Raum passt, klären wir im Vorgespräch.
Sagt mir auch, wenn ihr eine besondere Ansage möchtet, zum Beispiel ein paar Worte zum Song. Ich moderiere dezent und nur, wenn es passt.
Was am Tag selbst hilft
Sorgt dafür, dass jemand weiß, wann der Tanz dran ist, und euch nicht kurz vorher in ein Gespräch zieht. Trinkt etwas, atmet kurz durch. Und denkt daran: Die Nervosität geht nach den ersten Sekunden fast immer weg.
Wenn es wackelt, dreht ihr euch einfach lachend zu den Gästen. Das sind die Momente, die später auf den Fotos am besten aussehen.
Kurz zusammengefasst
Song früh festlegen und vorher anhören. Nicht länger als zwei bis drei Minuten. Keine Choreo nötig. Ablauf und Licht vorher besprechen. Der Rest ergibt sich am Abend.


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Kurz beantwortet
Wie lang sollte ein Eröffnungstanz sein?
Zwei bis drei Minuten reichen. Danach öffnet sich die Tanzfläche für die Gäste.
Müssen wir eine Choreo einstudieren?
Nein. Ein lockerer Tanz ist völlig in Ordnung, ihr müsst nichts einstudieren.
Wann sollen wir den Song festlegen?
So früh wie möglich, am besten im Vorgespräch. Hört ihn vorher in Ruhe an.
Gibt es Nebel für den Eröffnungstanz?
Ja, den Bodennebel „Tanz auf Wolken“ gibt es als Zusatzleistung.
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